Ordnungswidrigkeiten (Bußtaten) - Ermittlungsverfahren - Bußgeldbescheid - Einspruch - Gerichtsverfahren - Urteile

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Herausgeber und Redaktion: Karl Brenner, Rechtsanwalt, Dozent für Ordnungswidrigkeiten und anderes Recht in der Zuständigkeit der Städte, Gemeinden und Landkreise

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11.12.09

Ermittlungstaktik - Psychologie - der äußere Schein trügt doch nicht – Charakter einschätzen nach Fotos – große Trefferquote

http://www.netdoktor.de/News/Psychologie-Der-aeussere-Sc-1131953.html

Schnappschüsse vermitteln einen zuverlässigen Eindruck von der Persönlichkeit eines Menschen. Zu diesem Ergebnis kommt eine im "Personality and Social Psychology Bulletin" (PSBP) veröffentlichte US-Studie.

Das Team um Laura P. Naumann, University of California, Berkeley, legte zwölf Probanden Ganzkörperfotos von 123 männlichen und weiblichen Studenten vor. Sechs der Teilnehmer sollten gestellte Fotos beurteilen, die übrigen sechs ungekünstelte Aufnahmen. Dabei sollten die Probanden verschiedene Persönlichkeitsaspekte der Fotografierten einschätzen. Darunter waren die fünf großen Persönlichkeitsmerkmale (Offenheit, Pflichtbewusstsein, Freundlichkeit, Extrovertiertheit und Neurotizismus), aber auch ergänzende Aspekte wie Selbstbewusstsein, Einsamkeit und Religiosität. Die Probanden orientierten sich bei ihrem Urteil am Gesichtsausdruck, der Körperhaltung sowie der Kleidung, die die Studenten auf den Fotos trugen.

Anschließend verglichen die Psychologen die Ergebnisse mit der persönlichen Selbsteinschätzung der Fotografierten und mit deren Einstufung durch drei gute Freunde.

 Erstaunliche Trefferquote

Das Ergebnis: Schon anhand der gestellten Fotos konnten die Teilnehmer zuverlässige Aussagen über die fünf genannten Persönlichkeitsaspekte treffen. Die ungekünstelten Portraits erlaubten sogar Rückschlüsse über neun der zehn untersuchten Wesenszüge. Einzig der Grad des Pflichtbewusstseins ließ sich nicht anhand der Bilder ermitteln.

"Obwohl die Einschätzungen angesichts der sehr limitierten Informationen überraschend zutreffend waren, empfehlen wir nicht, das Wesen eines Menschen ausschließlich aus einem Schnappschus abzuleiten", schreiben die Forscher. Mit der Nähe der Bekanntschaft verbessere sich die Einschätzung des Gegenübers noch erheblich.

Allerdings spiele der erste Eindruck für die Beurteilung einer Person eine größere Rolle und habe eine größere Treffsicherheit als bislang angenommen. Um John Irving zu zitieren: "Die Dinge sind oft, was sie scheinen."– Quelle: Pressedienst netdoktor (http://www.netdoktor.de/News/Psychologie-Der-aeussere-Sc-1131953.html)

 

 

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Stand: 23.05.10